Ich finde es sehr schön, dass gerade am Beispiel eines "experimentellen" Seminars sich zeigt, dass Wissenschaftlichkeit relativ schnell an ihre Grenzen kommen kann. Ich erkläre das Experiment für überaus gelungen.Sobald der untersuchte 'Gegenstand' (hier: die Puppe) mehr ist als messbar, ist der Zugriff darauf oder das Reden darüber abhängig von x Abmachungen, die dann jeweils nur für die gerade laufende Fragestellung gelten.
Die einfache Frage "Was ist eine Puppe?" bringt uns bereits in Verlegenheit.
"Was ist der Mensch?" ist eine ähnlich einfache Frage – sie ist bis heute nicht beantwortet bzw. ausdiskutiert.
Könnte es vielleicht etwas damit zu tun haben, dass in den Geisteswissenschaften "Geist" steckt, dass "Geist" unstofflich ist und sich gerade deshalb dem Zugriff eher entzieht? Man kann sich an einen 'geisteswissenschaftlichen Gegenstand' von allen möglichen Seiten heranpirschen, aber endgültig fassen, festnageln oder gar ad acta legen lässt er sich nie.
Ist das nicht wunderbar?
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